Siberian Husky - Rasseportrait

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Der ­Siberian Husky ist kein Modehund und auch kein Fernsehstar. Er verlangt nach einem verantwortungsvollen Besitzer und ausreichend Bewegung.
Der sibirische Husky wird vom FCI als anerkannte Hunderasse der Gruppe 5, Spitze und Urtyp, geführt. Er gehört zur Sektion 1, nordische Schlittenhunde. Der Siberian Husky braucht einen verantwortungsvollen Hundehalter.

Die Heimat des Siberian Husky
Ursprünglich war der sibirische Husky im nördlichen Sibirien zu Hause. Dort war er ein treuer Begleiter der Nomadenvölker. So hielten sich die Tschuktschen den Siberian Husky als treuen Wegbegleiter und Helfer. Die meisten Tiere lebten in Tschukotka, Russland. Bereits 1910 begann die Zucht dieser Hunde in Alaska. Ausschlaggebend hierfür war der Sieg bei dem legendären "All Alaska Sweepstakes?-Schlittenhunderennen. William Goosak, ein Pelzhändler, belegte den dritten Platz bei der über 650 Kilometer langen Strecke mit seinen sibirischen Huskys. Anfangs noch wegen seiner kleinen Hunde belächelt, änderte sich dies kurz darauf, als zwei weitere Gespanne mit Siberian Huskys die Plätze zwei und vier belegten. Daraufhin begann der Musher Leonard Seppala als Erster mit der Zucht dieser Hunde.

Merkmale des Siberian Husky

Besonders auffallend sind mit Sicherheit die blauen Augen der Hunde. Aber nicht alle Huskys haben blaue Augen. Braune Augen oder ein braunes und ein blaues Auge sind normal. Einige Tiere haben auch beide Farben in einem Auge. Die Fellfarbe des Siberian Husky geht von Weiß bis Schwarz. Verschiedene Zeichnungen, vor allem am Kopf, sind normal. Viele Siberian Huskys haben typische, schwarze Masken um die Augen. Im Laufe der Jahre können sich diese Masken ändern und teilweise ganz verschwinden. Der Siberian Husky hat eine sogenannte Sichelrute. Diese hat kaum oder nur ganz wenig Unterwolle und ist mit sehr steifem Stockhaar ausgestattet. Wenn sich der Husky bei einem Schneesturm einrollt, steckt er die Nase unter die Rute. So entsteht eine natürliche Luftwärmung und der Siberian Husky kann Stunden im Schnee verweilen. Sein Fell besteht aus zwei verschiedenen Schichten. Die Deckhaare sind Wasser abweisend, die Unterwolle dagegen besteht aus feinen Haaren. Zusammen sind beide Schichten wie eine Wärmedämmung, da die Unterwolle bei Bewegung Wärme erzeugt und die Deckhaare vor dem Verlust von Wärme schützen.

Körperbau und Größe des Siberian Husky
Rüden können eine Schulterhöhe von bis zu 65 cm erreichen. Hündinnen dagegen werden ungefähr bis zu 56 cm groß. Ein ausgewachsener Rüde wiegt durchschnittlich 28 kg, Hündinnen 23 kg. Der Siberian Husky hat dreieckige, eng beieinanderstehende, aufrechte Ohren. Die Farbe der Nase ist der Fellfarbe angepasst. Ist die Nase nicht komplett pigmentiert, spricht man von einer Schneenase. Im Allgemeinen hat der sibirische Husky einen rechteckigen Körperbau und einen Fang, der zur Nase hin zwar schmaler, aber nicht spitz wird. Die Gangart ist leicht und geschmeidig.

Der Siberian Husky im Alltag
Das Wesen vom sibirischen Husky wird oft mit dem des Wolfes verglichen. Denn ähnlich wie der Wolf heult oder jault der Siberian Husky, anstatt zu bellen. Der Siberian Husky ist stur und hat seinen eigenen Kopf. Trotzdem ist er ein sehr gelehriger Hund, der ständige Lernbereitschaft und einen kontinuierlichen Einsatz zeigt. Für gemütliche Spaziergänge ist der Husky nicht geeignet, da er lieber rennt als geht. Viele Hundesportarten können mit einem Siberian Husky ausgeübt werden. Neben dem bekannten Agility können auch Wanderungen, unternommen werden. Dabei hat der Hund sogar seinen eigenen Rucksack. Das Hundewandern eignet sich besonders gut für sportliche und naturbegeisterte Hundehalter.

Schlittenhunderennen
Faszinierend beobachten jedes Jahr zahlreiche Besucher die Schlittenhunderennen in Alaska. Das Jaulen der Huskys, während sie auf den Start warten, die faszinierende, verschneite Landschaft und die aufgeregten Musher begeistern viele Huskybesitzer immer wieder aufs Neue. Auch bei uns ist es möglich, Schlittenhundetouren zu unternehmen. Während man im Winter mit einem passenden Rennschlitten unterwegs ist, kann im Sommer ein Trainingswagen den gleichen Spaß bieten. Ist der Siberian Husky richtig trainiert und ausgebildet, so kann er das neunfache von seinem eigenen Körpergewicht ziehen.

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