Flaschenaufzucht bei jungen Kätzchen

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Hat das Muttertier keine Milch oder kann die Kitten aus einem anderen Grund nicht säugen, dann müssen die Neugeborenen mit der Flasche aufgezogen werden. Bei der Handaufzucht ist es wichtig, dass die Katzenbabys nicht nur regelmäßig mit Aufzuchtmilch versorgt werden, sondern auch die Pflege der Tiere muss artgerecht erfolgen, damit sich die Kätzchen richtig entwickeln und wachsen können.

Wann ist eine Handaufzucht nötig?
Immer dann, wenn die Kitten nicht von der Mutterkatze versorgt werden können, muss eine Ersatznahrung zur Aufzucht verwendet werden. Es gibt verschiedene Gründe, die dazu führen, dass die Kätzchen nicht mit Muttermilch versorgt werden können. Zum einen gibt es Katzen die nur sehr wenig oder gar keine Milch produzieren, zum anderen können gesundheitliche Gründe vorliegen, die das Säugen der Jungen verbieten. Hat das Muttertier eine Infektion, dann kann die Muttermilch für die neugeborenen Kätzchen tödlich sein.
Kitten, die mit der Flasche aufgezogen werden, entwickeln sich bei richtiger Fütterung und Pflege ebenso, wie andere Katzenbabys. Daher darf zur Katzenaufzucht immer nur eine spezielle Aufzuchtmilch verwendet werden, welche die Neugeborenen Katzen mit allen lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt.

Wie oft müssen die Kitten gefüttert werden?
Werden die Kätzchen von der Mutter gesäugt, dann können die Tiere trinken, wann immer sie Hunger haben. Die Milchmenge die dabei aufgenommen wird von Kitten zu Kitten unterschiedlich. Damit die Tiere ausreichend versorgt werden, sollten neugeborene Katzen in der ersten Lebenswoche alle zwei Stunden gefüttert werden. Dies gilt sowohl für den Tag, als auch für die Nacht.
In der Folgewoche kann die Zeit langsam etwas hinausgezögert werden, sodass die Kätzchen alle zwei bis drei Stunden versorgt werden sollten. In der dritten Lebenswoche reicht es aus die Tiere alle drei Stunden zu versorgen, und ab der vierten Woche nur noch alle vier Stunden. Haben die Kätzchen den zweiten Lebensmonat erreicht, dann müssen die Tiere nachts nicht mehr gefüttert werden, dafür sollte tägliche Versorgung der Jungtiere nun alle fünf Stunden stattfinden.

Welche Milch ist für die Handaufzucht geeignet?
Spezielle Aufzuchtmilch für Katzenbabys ist im Fachhandel oder bei jedem Tierarzt erhältlich. Angerührt wird diese Ersatznahrung mit abgekochtem Wasser und versorgt die Neugeborenen mit allen wichtigen Nährstoffen.
Liegt ein Notfall vor und es ist zu diesem Zeitpunkt nicht möglich Aufzuchtmilch zu kaufen, dann kann für die folgenden Stunden eine Ersatzmilch aus folgenden Zutaten angemischt werden:
10%-ige Kondensmilch
Traubenzucker
Schmelzflocken
abgekochtes Wasser
Die Milch wird mit dem Wasser im Verhältnis 3:1 gemischt. Auf drei Teile Milch kommt ein Teil Wasser. Dazu kommen eine Messerspitze Traubenzucker und ein paar Schmelzflocken. Die Ersatzmilch muss möglichst flüssig sein, da die Nahrung sonst nicht durch die Öffnung am Sauger passt.

Wie viel müssen die Kitten trinken?
Die genaue Menge ist von Kätzchen zu Kätzchen unterschiedlich und kann daher nur in Durchschnittswerten angegeben werden:
bis zum 07. Lebenstag = 03-06 Milliliter pro Mahlzeit
bis zum 15. Lebenstag = 06-08 Milliliter pro Mahlzeit
bis zum 21. Lebenstag = 08-10 Milliliter pro Mahlzeit
bis zum 28. Lebenstag = ca. 15 Milliliter pro Mahlzeit
Danach steigt die Menge an und es ist bereits deutlich zu erkennen, wie die Kätzchen wachsen und an Gewicht zunehmen.

Wie werden die Kitten gefüttert?
Die Kätzchen dürfen zum Füttern niemals auf den Rücken gedreht werden, da sich die Tiere sonst an der Milch verschlucken können.
Das Füttern gelingt am besten, wenn das Kätzchen auf den Schoß genommen wird. Dabei sollte der Kopf des Tieres vom eigenen Körper weg zeigen. Nun wird vorsichtig der Kopf des Kätzchens gehalten und der Sauger kann seitlich in das Maul geschoben werden. Das Fläschchen sollte immer etwas senkrecht gehalten werden, sodass der Sauger gut mit Milch gefüllt ist und das Kitten keine Luft ziehen kann.
Bevor mit dem Füttern begonnen wird, muss unbedingt die Temperatur der Aufzuchtmilch überprüft werden. Die Milch darf weder zu heiß, noch zu kalt sein. Am besten lässt man einen tropfen der Milch aus der Flasche heraus auf das Handgelenk tropfen. Ist die Wärme angenehm, hat die Milch die richtige Temperatur.

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